Wichtige Aktuelle Informationen

Regulärer Betrieb der Schulen und Kitas bleibt bis zum 19. April 2020 ausgesetzt – Notbetreuung weiterhin gewährleistet

Hamburg entlastet Eltern vollständig von Beiträgen an Kita und Schulen

Zur weiteren Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus haben Schulbehörde und Sozialbehörde beschlossen, den regulären Betrieb der Hamburger Schulen, der Kitas und der Kindertagespflege auch weiterhin auszusetzen. Dies ist bis zum 19. April 2020 der Fall. Eine Notbetreuung ist weiterhin gewährleistet. Darüber hinaus gilt nach wie vor, dass Rückkehrern aus Risikogebieten das Betreten einer Kita, einer Kindertagespflege oder einer Schule auch ohne Symptome für 14 Tage nach Rückkehr untersagt ist.

Für den Zeitraum, für den der Senat die Einschränkungen der Kita-Regelversorgung ausgesprochen hat, entfallen die Elternbeiträge zur Kita-Betreuung und in der Betreuung der Schulen vollständig. Die Kita-Träger und Kindertagespflegepersonen werden darum gebeten, den Eltern die für diesen Zeitraum bereits eingezogenen Beiträge zu erstatten. Die Sozialbehörde wird hierzu kurzfristig Regelungen treffen, um für den gleichen Zeitraum einen finanziellen Ausgleich für die Kita-Träger zu schaffen und ist hierzu gegenwärtig bereits mit diesen im Gespräch. Ausgenommen von der Erstattung sind nur Beiträge für Leistungen außerhalb des Kitagutscheinsystems (beispielsweise Zusatzangebote). Die Schulbehörde wird ebenfalls die Erstattung der Beiträge in die Wege leiten.

Notbetreuung an Hamburgs Schulen

Die Schulbehörde appelliert in dieser besonderen Situation an die Eltern, ihre Kinder grundsätzlich zu Hause zu betreuen und nur in Notfällen zur Schule zu schicken. Auf eine Betreuung bei den Großeltern oder anderen Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Eltern im Interesse des Schutzes dieser Personen verzichten. Für Eltern, die unbedingt auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, bieten die Schulen in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr eine Notbetreuung für Kinder bis zur Altersgrenze von 14 Jahren an. Vorerst können alle Eltern, die aus familiären Gründen darauf angewiesen sind, diese Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Notbetreuung an Hamburgs Schulen und Kitas

Eltern werden weiterhin dringlich dazu aufgerufen, ihre Kinder grundsätzlich zu Hause zu betreuen. Auf eine Betreuung bei den Großeltern oder anderen Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Eltern allerdings im Interesse des Schutzes dieser Personen verzichten.

Für Eltern, die unbedingt auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, bleiben die Kitas bzw. Kindertagespflegestellen geöffnet. Die Betreuung steht vornehmlich Personen zur Verfügung, deren Tätigkeit bedeutsam ist für die Daseinsfürsorge und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Die Darlegungspflicht, ob ein Notfall besteht, obliegt letztlich den Eltern.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Für uns alle ist diese Situation fordernd. Für Hamburgs Eltern gilt das aber in besonderem Maße. Wir haben deswegen die Kita-Träger informiert, dass wir für die während der Notbetreuung eigentlich anfallenden Elternbeiträge aufkommen werden. Damit helfen wir den Eltern unmittelbar. Unabhängig davon können sich alle Eltern weiter darauf verlassen, dass eine Notbetreuung sichergestellt ist – und die Fachkräfte in den Kitas darauf, dass wir an der Seite der Kitas stehen. Nur jedes zwanzigste Kind, das üblicherweise betreut wird, ist im Moment in den Kitas. Das ist vernünftig von allen Eltern. Danke dafür!“

Bildungssenator Ties Rabe: „In dieser besonderen Lage ist es erforderlich, die Schulen genauso lange zu schließen wie die Nachbarbundesländer, auch wenn Hamburg keine Osterferien hat. Das stellt Lehrkräfte und Pädagogen, Eltern und Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen. Die ersten Tage zeigen jedoch, dass die Lehrkräfte sehr verantwortungsvoll Lernangebote und Lernaufgaben für das Lernen zu Hause organisieren und sich regelmäßig mit ihren Schülerinnen und Schülern austauschen. Das macht Mut und zeigt, dass die Schulen diese schwierige Zeit gut bewältigen werden. Die Schulen werden jetzt beauftragt, die weiteren drei Wochen Schulschließungen so zu organisieren, dass alle Schülerinnen und Schüler mit angemessenem Lernmaterial versorgt sind.“

15.3.2020

Rückkehrer aus Risikogebieten (aktualisierter Text, 15.03.2020):

Grundsätzlich gilt, dass keine Person (weder Lehrkräfte, Schulbeschäftigte noch Schülerinnen und Schüler) eine Schule betreten darf, die in den letzten 14 Tagen aus einem Risikogebiet ausgereist ist. Diese Personen begeben sich ab dem Zeitpunkt ihrer Rückkehr ausnahmslos 14 Tage lang in häusliche Quarantäne.

Bitte berücksichtigen Sie, dass zu den vom Robert-Koch-Institut definierten Corona-Risikogebieten Italien, Iran, das Bundesland Tirol, Madrid, die Region Grand Est in Frankreich (u.a. Elsaß-Lothringen), China (Provinz Hubei inkl. Stadt Wuhan) und Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do) zählen. Zusätzlich hat die Hamburger Gesundheitsbehörde jetzt auch Österreich und die Schweiz zu den Risikogebieten erklärt. Lehrkräfte, die aus den vom Robert-Koch-Instituten genannten Corona-Risikogebieten sowie aus Österreich oder der Schweiz zurückgekehrt sind, begeben sich zunächst in die häusliche Isolation und kontaktieren umgehend, spätestens Montag 16.03.2020, die Schulleitung bzw. ihre Stellvertretung. Die häusliche Isolation dauert 14 Tage ab dem Zeitpunkt der Reiserückkehr. Zeigen sich in der häuslichen Isolation keine Krankheitssymptome, besteht die Möglichkeit, in Abstimmung mit der Schulleitung und bei Bestehen eines dienstlichen Interesses vier bis sechs Tage nach Verlassen des Risikogebietes einen Corona-Test durchführen zu lassen. Fällt dieser negativ aus, kann die Tätigkeit an der Schule wiederaufgenommen werden, sofern dies für die Sicherstellung der Notfallbetreuung notwendig ist. Das nähere Verfahren muss zwischen der Schulbehörde und der Gesundheitsbehörde noch abgestimmt werden. Für die Möglichkeiten der Corona-Testdurchführung beachten Sie bitte die Hinweise der Gesundheitsbehörde unter www.hamburg.de/coronavirus.

Unterrichtsangebote (aktualisierter Text, 15.03.2020):
Alle Lehrkräfte werden in der Zeit von 8 bis 16 Uhr entweder in der Notbetreuung in der
Schule eingesetzt oder sie sind in dieser Zeit für Schülerinnen und Schüler (besonders in Vollzeitbildungsgängen) erreichbar.

In dualisierten Bildungsgängen sollen die Azubis oder Praktikanten in den Betrieben weiter ausgebildet werden. Dies ist mit den Kammern grundsätzlich so abgesprochen. Kann ein Betrieb den Azubi oder Praktikanten nicht beschäftigen, wird dies der Schule mitgeteilt und die Schule versorgt den Azubi oder Praktikanten mit Lernmaterialien.

[Für unsere Schülerinnen und Schüler in den Bildungsgängen SPA und Erzieher/in bedeutet dies, dass sie mit ihren Praktikumsstellen Kontakt aufnehmen und klären, ob sie an den regulären Praxistagen in der Praxisstelle ausgebildet werden können.
Die Entscheidung trifft die Praxisstelle. Kann die praktische Ausbildung an den
Praxistagen nicht stattfinden, informiert der Schüler bzw. die Schülerin die praxisbegleitende Lehrkraft, die dann ggf. Arbeitsaufträge für die Zeit der praktischen Ausbildung vergibt.]

Dafür werden die etablierten Kommunikationswege und Plattformen genutzt bzw. werden diese geschaffen. Zusätzlich wird es in den nächsten Tagen unterstützende Hinweise zu Lernmaterialien, zum Beispiel mit Blick auf die zentralen Prüfungen, geben. Die standortbezogene Ausgestaltung der Kommunikationswege und -zeiten an allen Schulen obliegt der jeweiligen Schulleitung. Alle Lehrkräfte stellen sicher, dass ihre Schülerinnen und Schüler vom 16. bis 29. März Arbeitsaufträge erhalten, die sie selbstständig zu Hause bearbeiten können. Die Lehrkräfte klären mit ihren Schülerinnen und Schülern, wie diese den Lehrkräften ihre Arbeitsergebnisse auf angemessene Weise zugänglich machen. Dies kann per Mail oder auf anderem Wege geschehen. Die Lehrkräfte nehmen nach Möglichkeit täglich Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern auf, um sie in der Bearbeitung der Arbeitsaufträge zu unterstützen.

Prüfungen (ESA, MSA, Abitur, Kammerprüfungen) (aktualisierter Text, 15.03.2020):

Alle schriftlichen Abschlussprüfungen an den allgemeinbildenden und den berufsbildenden Schulen finden voraussichtlich planmäßig an den bereits festgesetzten Terminen statt. Um die Ansteckungsgefahr deutlich zu verringern, werden durch eine geeignete Wahl der Räume große Sicherheitsabstände zwischen den Prüflingen gewährleistet. Für den Fall einer längeren Schulschließung wird geprüft, ob eine eingeschränkte Nutzung der Schule für die Prüfungen möglich ist. Alternativ können zu einem späteren Zeitpunkt Aus-weichszenarien mit Ersatzräumen erarbeitet werden. Ist für erkrankte Schülerinnen oder Schüler die Nutzung des Ersttermins nicht möglich, wird die zentrale schriftliche Arbeit am dafür vorgesehenen Nachschreibtermin, ggf. auch unter Nutzung anderer Räumlichkeiten, nachgeholt. Darüber hinaus werden zusätzliche Nachschreibetermine für den Fall organisiert, dass die bisherigen Prüfungstermine nicht ausreichen. Die Termine für die weiteren Nachschreibetermine werden noch bekanntgegeben. Für diese Nachschreibetermine werden derzeit weitere Prüfungsaufgaben erarbeitet.

Die im Abiturjahrgang erforderlichen schriftlichen Leistungsnachweise (Klausuren) für das 4. Semester finden wie geplant in den Schulen statt.

[Für unseren Abiturjahrgang bedeutet dies, dass das Vorabitur Mathematik also am Mittwoch, 25. März stattfindet. Ebenso finden alle anderen noch ausstehenden Klausuren in S4 zu den geplanten Terminen statt. Außerdem können sich Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs zur Vorbereitung der schriftlichen Abiturprüfung verabreden, sofern dies erforderlich ist. Dabei ist darauf zu achten, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ausreichend Abstand zueinander einhalten. Entsprechend große Klassenräume stehen dafür zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt der Klausur oder der Vorbereitungstreffen in häuslicher Quarantäne bleiben müssen, können selbstverständlich nicht teilnehmen.]

Gegebenenfalls sind die bisher geplanten Termine durch die Einzelschule anzupassen. Durch die Schulleitungen ist sicherzustellen, dass ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Prüflingen eingehalten wird. Die Schulleitungen werden gebeten, ihre Schülerinnen und Schüler entsprechend zu informieren sowie Nachschreibtermine für derzeit in Quarantäne befindliche Schülerinnen und Schüler für die Woche vom 30.03.-03.04.20 vorzusehen.

Wie gehen Schulen mit geplanten Veranstaltungen um? (aktualisierter Text, 15.03.2020)

Alle schulischen Veranstaltungen wie Feiern, Sportfeste, Konzerte oder Theaterstücke sind bis Ende April abzusagen. Lehrerkonferenzen können weiterhin stattfinden, es ist jedoch zu prüfen, ob und wie die Zahl der Konferenzen sowie die Zahl der Teilnehmenden reduziert werden kann. Je nach Entwicklung der Situation kann diese Vorgabe zeitlich ausgeweitet werden.

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