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Die Beleuchtung des Schattens

Eine Kunst-Installation in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem Freundeskreis der Gedenkstätte.

 

Vor 70 Jahren wurden 20 jüdische Kinder aus dem KZ Auschwitz im KZ Neuengamme zu medizinischen Versuchen missbraucht und am 20. April 1945 in einem leer stehenden Schulgebäude in der Straße Bullenhuser Damm in Hamburg-Rothenburgsort ermordet. Heute befindet sich in diesem ehemaligen Schulgebäude eine Gedenkstätte.

 

Gedenkstätten als Orte der Erinnerung, der Mahnung und des historischen Lernens sollen auch aktuellen Formen der Erinnerung Platz bieten. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme lädt regelmäßig Jugendliche ein, sich intensiver mit dem Ort und der Bedeutung von Gedenken auseinanderzusetzen und eigene künstlerische Formen der Erinnerung zu entwickeln. Dabei kooperierte die Gedenkstätte erstmals mit der beruflichen Schule für Sozialpädagogik in Niendorf, der Anna-Warburg-Schule. Schülerinnen und Schüler der BG 12 C übersetzten in Teams Gedenken in eine moderne Sprache.

Sie ließen Symbole sprechen und entwickelten eigene Installationsideen. Zur Realisierung durch eine Jury ausgewählt wurde der Entwurf von Julia Sledzianowski, Simone Kock und Cindy Scharf.

 

Die Installation stellt Besucherinnen und Besuchern die Frage nach Schuld. Mit Hilfe von Lichtquellen und aus Pappe ausgeschnittenen Figuren werden Schatten an die Wände der Taträume geworfen. Diese Schatten symbolisieren sowohl Täter als auch Opfer.

Dadurch, dass der Besucher oder die Besucherin selbst einen Schatten an die Wand wirft und damit Teil der Installation ist, werden eigene Fragen von Schuld und Entscheidungen gestellt. Den BesucherInnen soll bewusst werden, dass auch sie Teil des Ganzen sind. Die Schülerinnen sagen: „Sie können ihren Teil dazu beitragen, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.“

 

Die Kunst-Installation wurde am 28. Juni 2015 aufgebaut und kann jeweils sonntags zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte zwischen 10 und 17 Uhr besucht werden.

 

 

Informationen zum Projekt:

Iris Groschek, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Mail: iris.grosche(at)kb.hamburg.de ; Tel: 040-428131521

 

Susanne Weiße, Anna-Warburg-Schule

 

Hier ist die offizielle Presserklärung